Nach nunmehr 3 Wochen ist unser Tasmanienabenteuer vorbei und wir liefern den 2. Teil unserer Reise hiermit nach. Zunächst ging es in auf die tasmanische Halbinsel, wo zu Siedlungsbeginn die Sträflinge untergebracht waren und Arbeit verrichten mussten. Auf dieser Halbinsel lebt außerdem der (gesunde) tasmanische Teufel, der unter einer übertragbaren Form des Gesichtskrebs leidet und auf dem restlichen Teil der Insel zumeist infiziert ist. Wir gönnten uns einen Besuch in einem Wildlifepark und wurden Zeugen der Fütterung dieser scheinbar so niedlichen Tiere. Die Geräusche und das Fressverhalten erinnern allerdings eher an einen Wolf.
Unser nächstes Ziel war Hobart, die Landeshauptstadt Tasmaniens. Die Stadt, insbesondere der Hafen, gefielen uns gut und wir waren sogar in einem Museum (auch mal was für die Bildung tun und nicht immer nur Natur).
Unsere darauf folgenden Stationen waren vor allem Nationalparks. Der Westen ist traditionell (noch) regenreicher als der Osten (the sunny coast). Wir hatten uns also auf noch schlechteres Wetter eingestellt. Statistiken in Reiseberichten sind vernichtend (von 10 Tagen 1 Tag Sonne etc.). Wir hatten allerdings unheimliches Glück. Außerdem ist der Westen Tasmaniens eine der letzten „remote wilderness areas“ der Welt, also es sind kaum menschliche Einflüsse vorhanden und man kann beim Wandern auch mal verloren gehen. Auf unserem Weg passierten wir hauptsächlich Wasserfälle und Flüsse sowie Seen und Gebirge. Erwähnenswert sind hierbei der berühmte Lake St. Clair (Ende/Anfang des 83km langen Overlandtracks), der tiefste Süßwassersee Australiens ist und der nicht minder bekannte Cradle Mountain (Beginn/Ende des Overlandtracks). Auf unserem Weg kamen wir dann auch angesichts der Höhen von um die 1000 Metern mit Schnee in Kontakt. Überhaupt hatte die Gegend alpine Züge. Leider ist unsere Ausrüstung viel zu schlecht, um längere Touren zu laufen. Im Cradle Mountains Nationalpark haben wir dann auch endlich unsere ersten Wombats gesehen (und dann gleich 3). David wurde sogar angefaucht von der kleinen Fellwurst.
Nach so viel Bergen und Wäldern mussten wir natürlich endlich wieder ans Meer. Die Nordwestküste ist insgesamt rauer und felsiger als die Ostküste. Insbesondere der Rocky Cape Nationalpark und der Fels The Nut haben es uns angetan. Diese Felsformationen sind auch schon Millionen von Jahren alt und wenn man sich für Geologie interessiert, findet man hier sein Nirvana. Nachdem wir die weniger sehenswerten Küstenstädte Burnie, Ulverstone und Penguin hinter uns gelassen hatten, kehrten wir zurück ins Hinterland, wo wir in den Genuss des Leven Canyons kommen durften. WOW! Jetzt befinden wir uns wieder in Devonport, von wo heute Abend unsere Fähre nach Melbourne geht.
Insgesamt haben wir Tasmanien trotz des häufig schlechten Wetters sehr genossen und eine Einsamkeit erfahren wie nicht mal im Outback (viele Nächte allein im Wald, gruselig). Dieser Staat hat eine wahnsinnige Vielfalt an Naturhighlights zu bieten und ist ein El Dorado für Outdoorliebhaber (also so Leute wie uns, ist klar).
durchaus nicht die kleinsten baeume hier in down under
Wasserfaelle gibts hier wie sand am Meer, hier einer der schoensten (Russel Falls im Mt. Field N.P.)

Cradle Mountains
man bleibt lieber fuer sich...

Tasmanian Devil





















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