Nachdem wir uns kurzfristig entschlossen haben unsere Zelte in Sydney abzubrechen, sind wir jetzt schon eine Woche bzw. 1500 Kilometer on the road. Eigentlich kommt es einem aber viel länger vor,da wir jeden Tag mehrere Orte sehen und eine Menge an Eindrücken gewinnen. Es ging in Sydney los, durchs Hunter Valley, wo Weinliebhaber auf ihren Geschmack kommen. Wir haben uns einen schönen Blauschimmelkäse gegönnt, der uns vor allem aufgrund seines ausgereiften Aromas einige Tage ein treuer Gefährte war. Danach weiter nach New Castle, wo wir übernachtet haben. Übernachtung heißt für uns zumeist irgendwo in einem Wohngebiet oder verlassenem Parkplatz unauffällig unseren knallgrünen Van zuparken und zu hoffen, dass die Polizei nicht vorbeikommt und uns mit einer Strafe versieht. Ganz gewöhnt haben wir uns daran noch nicht...
Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Port Stephens (One Mile Beach und die Riesendüne). Anschließend fuhren wir durch den Myall Lake National Park. Hat uns ein bisschen an Kanada erinnert, riesige Seen und Wälder. Das war schon ein bisschen viel Programm an diesem Tag und so kamen wir abends in Port Macquarie an, wo wir unser erstes on the road Barbie hatten. Am frühen Morgen trafen wir an einem Lookout beim Frühstück auf eine Dänin, die uns auf die Whale Blowings hinwies. Die ganze Küste war voll mit Walen, die jetzt gerade mit ihren Jungen die Küste entlang ziehen. Weiter gings nach Nambucca Heads, wo wir seit langem zum ersten Mal wieder im Meer waren. Es war viel wärmer als das letzte Mal baden in Sydney. Insgesamt wurde und wird es immer wärmer je weiter wir in den Norden kommen. Sehr angenehm! Und auch die Pflanzen/Bäume etc. unterscheiden sich sehr von Sydney – wir nähern uns tropischen Gefilden.
Unsere nächste Station war Byron Bay, wo wir uns mit dem Schweizer Jimmy getroffen haben, der einige Wochen in unserem Haus in Sydney verbracht hatten. Wir blieben zwei Tage mit ihm da und wurden zum ersten Mal beim Campen vertrieben. Morgens um halb 7 klopfte ein Ranger an unser Fenster (und das aller anderer Camper) und verpasste uns einen 80 Dollar Strafzettel. Sehr ärgerlich und besonders bei der Höhe der Strafe sollte uns das nicht zu oft passieren. Am nächsten Abend schliefen wir also wo anders. Byron Bay war dennoch bisher die schönste Station, die Strände sind der Wahnsinn, das Wasser ist kristallklar und der Ort hat ein ausgeprägtes 70er Jahre Hippy/Surfer Flair, auch wenn es mitlerweile schon etwas touristisch und manchmal aufgesetzt wirkt.
Weiter Richtung Norden erwartete uns die Grenze zu Queensland in der Stadt Tweed Heads. Hier beginnt die Gold Coast. Die Gold Coast ist ziemlich touristisch, die Strände sind zwar schön, aber es ist doch mehr Ballermannmäßig, also wir fanden es nicht so schön. Das gleiche gilt besonders für Surfers Paradise. Es mag ja ein toller Strand zum Surfen sein, aber die Stadt an sich ist eine Partymetropole, wie sie überall sein könnte mit Bettenbunkern, Hochhäusern etc., nicht wirklich wie man sich Australien vorstellt. Für uns war das bisher der enttäuschendste Ort.
Umso schöner war unser Ausflug vormittags in den Spring Brook National Park. Das Tal ist von einem Vulkan geprägt worden, dessen Überreste im Zentrum des Tals zu sehen sind. Wir haben uns hier sehr früh morgens die Natural Bridge angeguckt. Auf dem Weg zu diesem Wasserfall (und Höhle), mussten wir einen subtropischen Regenwald durchqueren. Das war schon sehr exotisch und Marissa ist sogar einem Wombat begegnet, aber ich bin mir da nicht so sicherJ. Flora und Fauna verändern sich zusehends.
Nächste Station: Brisbane. Unser erster Eindruck war, wenig glanzvoll. Aber nachdem wir uns ein bisschen vom CBD entfernt hatten und das Flussufer abgelaufen sind, haben wir unseren Eindruck von Brisbane revidiert. Man arbeitet offensichtlich an seinem Ruf, als unansehnliche Stadt neben Sydney und Melbourne schließlich die drittgrößte Stadt in Australien. Nachdem wir ja unsere Reisepläne geändert haben, sind wir nach 2 Tagen Brisbane weiter ins Hinterland der Sunshine Coast. Hier stießen wir auf die Glass House Mountains(so benannt von Cpt.Cook). Wir bestiegen einen Berg, den Mt. Ngungun. Das war schon ein etwas anspruchsvollerer Walk, mit Kletterei verbunden. Aber auf dem Gipfel wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.
Blick ins Innere unseres Autos

Kalle von Außen

Brisbane - Stadtimpressionen


Brisbane South Bank

Brisbane- botanischer Garten

auf den Schwingen des Adlers

Surfers Paradise

Surfers Paradise Strand




kalt war's im subtropischen Regenwald

Spring Brook National Park

Sonnenaufgang in Tweedheads

auf dem Weg nach Tweedheads

Main Beach in Byron Bay

und noch ein schöner Strand in Byron Bay



am Strand in Byron Bay mit Jimmy

be happy!

Myall Lakes National Park

Myall Lakes

Myall Lakes National Park

Coffs Harbour

längste Düne in der südlichen Hemisphäre

One Mile Beach

One Mile Beach

Flynns Beach in Port Macquarie

Whale Blows in Port

erstes Barbie in Port Macquarie